Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Karl Kraus

Karl Kraus

Dem Bedürfnis nach Einsamkeit genügt es nicht, daß man an einem Tisch allein sitzt.
Es müssen auch leere Sessel herumstehen.
Wenn mir der Kellner so einen Sessel wegzieht, auf dem kein Mensch sitzt,
verspüre ich eine Leere und es erwacht meine gesellige Natur.
Ich kann ohne freie Sessel nicht leben.

(aus: »Die Fackel«, Heft 326, 40 [1911])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 30.09.2023, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

Das Übel gedeiht nie besser,
als wenn ein Ideal davorsteht.

(aus: »Die Fackel«, Heft 406,126 [1915])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 07.06.2023, 17.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus, Spruch des Tages zum 04.02.2023

Das sind die wahren Wunder der Technik,
daß sie das, wofür sie entschädigt,
auch ehrlich kaputt macht.

(aus: »Die Fackel«, Heft 360,3 [1912])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936



Zitante 04.02.2023, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

Die Verzerrung der Realität im Bericht
ist der wahrheitsgetreue Bericht über die Realität.

(aus: »Die Fackel«, Heft 360-362[1912])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 20.10.2022, 10.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

»Den Weltmarkt erobern«:
Weil Händler so sprachen, mussten Krieger so handeln.
Seitdem wird erobert, wenngleich nicht der Weltmarkt.

(aus: »Die Fackel, 445,15« [1917])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 02.08.2022, 14.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus, Spruch des Tages zum 13.05.2022

Demokratisch heißt
jedermanns Sklave sein zu dürfen.

(aus: »Die Fackel« [1911])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936



Zitante 13.05.2022, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

Der Gedanke ist das,
was einer Banalität zum Gedanken fehlt.

(aus: »Die Fackel 360/17 [1912]«)
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 09.05.2022, 14.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

Mit einem Blick ein Weltbild erfassen, ist Kunst.
Wieviel doch in ein Auge hineingeht!

(aus: »Die Fackel [1899]«)
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 17.02.2022, 14.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

Auf dem Weg, auf dem man zu sich kommt,
steht auch noch ein lästiges Spalier von Neugierigen,
die wissen möchten, wie es dort aussieht.

(aus: »Die Fackel«, 406,139 [1915])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 21.11.2021, 14.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

Der Klügere gibt nach,
aber nur einer von jenen,
die durch Schaden klug geworden sind.

(aus: »Die Fackel«)
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 08.09.2021, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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