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Friedrich Hebbel, Spruch des Tages zum 19.06.2021

Mancher glaubt schon darum höflich zu sein,
weil er sich überhaupt noch der Worte
und nicht der Fäuste bedient.

(aus seinen Tagebüchern)
~ (Christian) Friedrich Hebbel ~

Pseudonym: Dr. J. F. Franz;
deutscher Dramatiker und Lyriker; 1813-1863



Zitante 19.06.2021, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Friedrich Hebbel, Tagesspruch, 20210619,

Jean-Jacques Rousseau

Man beseitige unsere verhängnisvollen Fortschritte,
man beseitige unsere Irrtümer und Laster,
man beseitige das Menschenwerk,
und alles ist gut.

(aus: »Emile oder über die Erziehung (Émile ou De l'éducation)«)
~ Jean-Jacques Rousseau ~

französischsprachiger Genfer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge,
Naturforscher und Komponist der Aufklärung; 1712-1778

Zitante 18.06.2021, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Jean-Jacques Rousseau

Fred Ammon

Den besten Ruf
haben nicht die Lautesten

(aus einem Manuskript)
~ © Fred Ammon ~

"der Sprüchemacher von Halberstadt"; * 1930

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Lukrez

Mitten aus dem Quell der Annehmlichkeiten
steigt etwas Bitteres empor.

(aus: »Von der Natur der Dinge [De rerum natura])
~ Titus Lucretius Carus ~, deutsch: Lukrez
römischer Dichter und Philosoph in der Tradition des Epikureismus; lebte um 99 v. Chr. bis 53 v. Chr.

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Siegfried Wache, Spruch des Tages zum 18.06.2021

Jeder Tag im Leben ist ein Geschenk,
deswegen darf man nicht so tun,
als ob man sich auch nur einen schenken könnte.

(aus einem Manuskript)
~ © Siegfried Wache ~

deutscher technischer Zeichner, Luftfahrzeugtechniker und Aphoristiker; * 1951



Bildquelle: Alexas_Fotos/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

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Otto Leixner von Grünberg

Es ist leicht, über alles zu schreiben,
wenn man es zu vermeiden weiß,
über irgend etwas zu denken.

(aus: »Aus meinem Zettelkasten« [1896])
~ Otto Leixner von Grünberg ~

auch: Otto von Leixner;
österreichisch-deutscher Schriftsteller, Literaturkritiker, Journalist und Historiker; 1847-1907

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Platon

Denn alles Große hat ja seine Schwierigkeit,
und, wie das Sprichwort sagt,
das Schöne ist in der Tat schwer.

(aus: »Der Staat«)
~ Platon ~

latinisiert: Plato; antiker griechischer Philosoph, Schüler des Sokrates; lebte um 428 bis 347 v. Chr.

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Detlev Fleischhammel

Hör nicht auf, zu träumen!
Jedenfalls nicht, bevor der Wecker klingelt.

(aus einem Manuskript)
~ © Detlev Fleischhammel ~

deutscher Theologe; * 1952

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Ida Hahn-Hahn, Spruch des Tages zum 17.06.2021

Rücksichten sind die Geleise, in welchen
der Wagen der Gesellschaft ruhig und sicher fährt,
ohne mit andern zusammen zu stoßen, zu zertrümmern
und zertrümmert zu werden.

(aus: »Gräfin Faustine«)
~ Ida Hahn-Hahn ~, eigentlich Ida Marie Louise Sophie Friederike Gustave Gräfin von Hahn
deutsche Schriftstellerin, Lyrikerin und Klostergründerin; 1805-1880

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Bertha von Suttner

Was dieser Opportunismus schon alles auf dem Gewissen hat,
es ist schauderhaft!
Er ist der Hemmschuh, die Sklavenkette, die sich
an jede energische Tätigkeit hängt,
die alles hindert, die jede Handlung unmöglich macht;
er ist der Grund der heutigen Flügellahmheit, des Misstrauens...

(aus: »Lebenserinnerungen«)
~ Bertha von Suttner ~

Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau; Pseudonyme: B. Oulot, Jemand;
österreichische Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin, Friedensnobelpreisträgerin; 1843-1914

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Nikolaus Cybinski

Ich werde die Angst nicht los, daß wir
im Paradies alle eines Glaubens sein müssen.
Das wäre die Hölle!

(aus: »Die Unfreiheit hassen wir nun. Wann fangen wir an, die Freiheit zu lieben?«) – Aphorismen [1987]
~ © Nikolaus Cybinski ~

deutscher Lehrer und Aphoristiker; 1936–2023

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Thomas Fuller

Ein Heuchler ist für sich selbst
Bogenschütze und Ziel zugleich:
mit all seinem Tun zielt er nach Eigenlob oder Gewinn.

(zugeschrieben)
~ Thomas Fuller ~
britischer Historiker und Prediger; 1608-1661

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Harald Schmid, Spruch des Tages zum 16.06.2021

Längst haben wir aufgehört
die Schritte zu zählen, die wir
schon zu weit gegangen sind.

(aus: »Kleine Bilanzen – Aphorismen von A bis Z« [2010])
~ © Harald Schmid ~

auch: Harry Pegas
deutscher Aphoristiker; 1946–2020



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Jochen Mariss

Eine glückliche Liebe hat immer drei Wurzeln:
1. Die Bereitschaft, den Anderen als das anzunehmen, was er ist.
2. Das Vertrauen in die gegenseitige Zuneigung, ohne Beweise dafür zu verlangen.
3. Den Mut, das Herz zu öffnen, ohne Netz und doppelten Boden.

(aus seinen Werken)
~ © Jochen Mariss ~

deutscher Autor, Fotograf und Musiker, * 1955

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Jean Paul

Das ganze Jahrhundert
ist ein Wettrennen nach großen Zielen
mit kleinen Menschen.

(aus: »Clavis Fichtiana«)
~ Jean Paul ~

eigentlich Johann Paul Friedrich Richter;
deutscher Schriftsteller, literaturgeschichtlich zwischen den Epochen der Klassik und Romantik; 1763-1825

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Michael Marie Jung

Schwächelt auch im Alter mancher Trieb,
die Sucht nach Anerkennung eitel blieb.

(aus: »Geistesblitz und Seelenfeuer« – Gedichte und Aphorismen [2002])
~ © Michael Marie Jung ~

Aphoristiker und Persönlichkeitsbetreuer; 1940–2025

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Karl Gutzkow, Spruch des Tages zum 15.06.2021

Entstünde nur die Ordnungsliebe so vieler Menschen
aus Schönheitssinn und nicht aus Pedanterie!

(aus: »Vom Baum der Erkenntnis« – Denksprüche [1868])
~ Karl (Ferdinand) Gutzkow ~

auch: E. L. Bulwer;
deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Journalist, einer der Stimmführer der jungdeutschen Bewegung; 1811-1878



Bildquelle: geralt/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

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Ovid

einem Habicht Tauben anvertrauen

{accipitri columbas credere}

(nach Ovid, Heilmittel gegen die Liebe (Remedia amoris)
~ Ovid ~

eigentlich Publius Ovidius Naso;
antiker Versdichter, zählt zu den drei großen Poeten der klassischen Epoche; 43 V. Chr.-17 n. Chr.

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Hans-Jörg Große

Rassisten haben
eine schwarze Seele.

(aus dem Manuskript »Gerupftes Glück«)
~ © Hans-Jörg Große ~

deutscher Schauspieler, Sprecher und Autor, 1963-2016

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Christian Oeser

Durch das Schöne
wird die Sinnlichkeit des Menschen geadelt.

(aus seinen Werken, zitiert in »Geistige Waffen [1909]«)
~ Christian Oeser ~, eigentlich Tobias Gottfried Schröer
deutschsprachiger Pädagoge und Schriftsteller, Verfasser von Lehr- und Lesebüchern; 1791-1850

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Gerd de Ley, Spruch des Tages zum 14.06.2021

Nicht "nein" sagen zu können
ist nicht unbedingt eine Folge von Gutmütigkeit.

{Geen "neen" kunnen zeggen
is niet noodzakelijk een gevolg van goedhartigheid.}

(aus: »Houten Dief« [2003])
~ © Gerd de Ley ~

belgisch-flämischer Schauspieler, Aphoristiker und Verleger; * 1944



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Marie von Ebner-Eschenbach

Was liegt am Ruhm,
da man den Nachruhm nicht erleben kann?

(aus: »Aphorismen«)
~ Marie Freifau von Ebner-Eschenbach ~

geb. Freiin Dubský;
österreichische Schriftstellerin; 1830-1916

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Heinrich Hoffmann

Über Gestank klagt überhaupt heutzutage kein gebildeter Mensch mehr,
seitdem Moschus und Patschouli in der Modewelt duften.

(aus: »Humoristische Studien« [1847])
~ Heinrich Hoffmann ~

Pseudonyme: Heulalius von Heulenburg, Reimerich Kinderlieb, Peter Struwwel sowie Polycarpus Gastfenger;
deutscher Psychiater, Lyriker und Kinderbuchautor, Verfasser des Struwwelpeter; 1809-1894

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Edith Tries

Innerer Frieden
weist dir den Weg zu dir selbst

(aus einem Manuskript)
~ © Edith Tries ~

deutsche Autorin; * 1952

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Rabindranath Tagore, Spruch des Tages zum 13.06.2021

"Wie kann ich dich lobpreisen und dir dienen, Sonne?"
fragte die kleine Blume.
"Durch deine schweigende Reinheit",
erwiderte die Sonne.

(aus: »Verirrte Vögel«)
~ Rabindranath Tagore ~

jetzt: Rabindranath Thakur;
bengalischer Dichter, Philosoph, Maler, Komponist, Musiker und Brahmo-Samaj-Anhänger,
Literaturnobelpreisträger von 1913; 1861-1941



Bildquelle: Miss_Orphelia/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

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