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Und nachdem die Fotographie Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden worden ist, musste parallel dazu die Kunst des Retuschierens und das selektive Löschen von Bilddetails (insbesondere bestimmte Personen betreffend; siehe die Bilder über Stalin und seine Weggefährten) zur Darstellung von neuen Wahrheiten entwickelt werden. Damals hat man von der revolutionären Entwicklung der Wahrheitsbeschönigung und -verleugnung mit digitalen Mittel nicht mal träumen können. Und ach, wenn die Propagandaabteilungen der diversen Diktaturen geahnt hätten, dass eines Tages sogar die Stimmen beliebig verändert werden können!
vom 19.05.2018, 16.09
Deinen Kommentar kann ich nicht ganz nachvollziehen, O. Fee. Was Du eher meinst ist doch "Echtheit" – oder?
Jedenfalls kann ich ein Bild, ein Foto, eine Tonaufnahme nicht als "wahr" bezeichnen.
Es stimmt allerdings, hätten die bisherigen Diktaturen über diese Fälschungsmöglichkeiten verfügt, hätten sie sie massiv(er) eingesetzt. Heutzutage ist jedoch auch das Bewußtsein der Manipulation beim Bürger geschärft, er würde wohl nicht mehr so schnell drauf reinfallen.