Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Karl Kraus

Karl Kraus, Spruch des Tages zum 12.07.2024

Krieg ist zuerst die Hoffnung, dass es einem besser gehen wird,
hierauf die Erwartung, dass es dem andern schlechter gehen wird,
dann die Genugtuung, dass es dem andern auch nicht besser geht,
und hernach die Überraschung, dass es beiden schlechter geht.

(aus: »Die Fackel«, Heft 462,174 [1917])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936



Zitante 12.07.2024, 00.10 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Karl Kraus

Die gefährlichsten Literaten sind die,
welche ein gutes Gedächtnis aller Verantwortung enthebt.
Sie können nichts dafür und nichts dagegen,
daß ihnen etwas angeflogen kommt.
Da ist mir ein ehrlicher Plagiator schon lieber.

(aus: »Die Fackel, Heft 266, 25 [1908]«)
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 04.07.2024, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

Schein
hat mehr Buchstaben als Sein.

(aus: »Pro domo et mundo«)
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 14.02.2024, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus, Spruch des Tages zum 10.10.2023

Diplomatie ist ein Schachspiel,
bei dem die Völker matt gesetzt werden.

(aus: »Die Fackel, Heft 460, 160 [1915]«)
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936



Zitante 10.10.2023, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

Dem Bedürfnis nach Einsamkeit genügt es nicht, daß man an einem Tisch allein sitzt.
Es müssen auch leere Sessel herumstehen.
Wenn mir der Kellner so einen Sessel wegzieht, auf dem kein Mensch sitzt,
verspüre ich eine Leere und es erwacht meine gesellige Natur.
Ich kann ohne freie Sessel nicht leben.

(aus: »Die Fackel«, Heft 326, 40 [1911])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 30.09.2023, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

Das Übel gedeiht nie besser,
als wenn ein Ideal davorsteht.

(aus: »Die Fackel«, Heft 406,126 [1915])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 07.06.2023, 17.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus, Spruch des Tages zum 04.02.2023

Das sind die wahren Wunder der Technik,
daß sie das, wofür sie entschädigt,
auch ehrlich kaputt macht.

(aus: »Die Fackel«, Heft 360,3 [1912])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936



Zitante 04.02.2023, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

Die Verzerrung der Realität im Bericht
ist der wahrheitsgetreue Bericht über die Realität.

(aus: »Die Fackel«, Heft 360-362[1912])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 20.10.2022, 10.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus

»Den Weltmarkt erobern«:
Weil Händler so sprachen, mussten Krieger so handeln.
Seitdem wird erobert, wenngleich nicht der Weltmarkt.

(aus: »Die Fackel, 445,15« [1917])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936

Zitante 02.08.2022, 14.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Kraus, Spruch des Tages zum 13.05.2022

Demokratisch heißt
jedermanns Sklave sein zu dürfen.

(aus: »Die Fackel« [1911])
~ Karl Kraus ~

österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker
und scharfer Kritiker der Presse; 1874-1936



Zitante 13.05.2022, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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