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*Gerd de Ley*, Spruch des Tages zum 30.01.2018

In den Momenten,
in denen du Applaus verdienst,
fehlt meistens das Publikum.

{Op de momenten dat je applaus verdient,
is er meestal geen publiek.}

(aus: »Houten Dief«)
~ © Gerd de Ley ~
belgisch-flämischer Schauspieler, Aphoristiker und Verleger, * 1944


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Zitante 30.01.2018, 00.05

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Kommentare zu diesem Beitrag

9. von Gudrun

@SM: ... das ging mir genauso, dass ich früher eher dazu tendierte, zu kritisch mit mir umzugehen. Ich musste mir die Selbstliebe auf einem sehr schweren Weg aneignen - ich hatte keine ander Wahl, wenn ich nicht chronisch depressiv werden wollte ... heute bin ich diesbezüglich viel freier ... aber ich hab auch ein Gefühl für das rechte Maß von Eigenlob ...

vom 31.01.2018, 16.52
8. von SM

Ich denke, Eigenlob ist wertvoll, weil es einen davor bewahrt, zu abhängig von der Anerkennung anderer zu werden. Wie so oft geht es um das richtige Maß – in eine sehr selbstgefällige Haltung sollte das nicht abdriften.
Die Gefahr besteht bei mir persönlich aber nicht, weil ich sehr kritisch mit mir selbst bin.

vom 31.01.2018, 12.11
Antwort von Zitante:

"Das richtige Maß" – wenn alle den gleichen Maßstab anlegen würden, wäre es ganz bestimmt einfacher ;-)
7. von Achim

Hat der Spruch nicht eigentlich damit zu tun dass man oft etwas gut macht, was von Anderen dann nicht oder übersehen wird?
Eigenlob wäre dann ja ein weiteres Tun, welches darauf folgen könnte und von manchen als Prahlerei angesehen werden könnte.
Kinder brauchen Lob genauso wie Erwachsene, denn wenn sich Lob und Tadel nicht "ausgleichen" schadet es dem Menschen, oder nicht?

Dazu fällt mir der Spruch ein "Sternchen ohne Lob und Tadel, schaffen's nicht zum Sternen-Adel"

vom 31.01.2018, 11.41
Antwort von Zitante:

Wenn das, was man meint gut gemacht zu haben, von den anderen nicht gesehen wird, ärgert es einen, da stimme ich Dir zu, Achim.
"Tue Gutes und rede darüber" ist ja auch eine deutsche Weisheit.
Die Grenze zur Prahlerei ist da allerdings auch schnell erreicht. Oder wird von den anderen schnell so aufgefaßt...
6. von Marianne

Haha, liebe Christa, den Spruch kenne ich auch aus meiner Kindheit! Heute sehe ich das ganz anders ;)

vom 31.01.2018, 10.53
Antwort von Zitante:

Manche Weisheiten überholen sich, das stimmt, liebe Marianne.
5. von Gudrun

Liebe Christa,

"Eigenlob" hat ja auch mit Eigen- bzw. Selbstliebe zu tun - von daher finde ich den Spruch von deiner Oma nicht mehr so passend, weil wir es viel mehr nötig haben, uns selbst zu loben/lieben, als uns dauernd zu verstecken, um nicht positiv aufzufallen ...
Wir sollen unser Licht doch nicht unter den Scheffel stelllen, sondern dahin, wo es allle sehen können ... so, das war jetzt das Wort zum frühen Mittwochmorgen :-)

vom 31.01.2018, 00.35
Antwort von Zitante:

"Das Licht dahin stellen, wo es alle sehen können..." – der Ausdruck gefällt mir sehr gut!
4. von Marianne

Wir können uns auch mal selbst auf die Schultern klopfen und des Lobes voll sein ;).

vom 30.01.2018, 17.33
Antwort von Zitante:

Genau – wobei mir dabei immer die Worte meiner Oma in den Sinn kommen:
"Eigenlob stinkt" :-)
3. von SM

Dann muss man sich eben selbst applaudieren. Ich finde, wenn man selbstkritisch ist, darf man sich als Ausgleich auch selbst loben.

vom 30.01.2018, 13.36
Antwort von Zitante:

Als selbstkritischer Mensch darf man sich durchaus selbst applaudieren – wenn es Grund dazu gibt.
Nur: erkennt man das wirklich selbst?
2. von Quer

Das darf ruhig so sein, denn der Applaus, im Übermass gespendet, verdirbt nicht selten den Charakter. :-)

vom 30.01.2018, 07.11
Antwort von Zitante:

Das stimmt, liebe Brigitte, für diejenigen, die vom Applaus verwöhnt sind.
Für diejenigen, die Applaus eher nicht gewöhnt sind, könnte es eher eine Motivation darstellen ;-)
1. von Gudrun

Ja, das stelle ich oft fest bei mir - wenn man das Publikum mal braucht, ist es nicht da :-)

vom 30.01.2018, 02.16
Antwort von Zitante:

Das Gefühl habe ich auch oft – aber wehe, man setzt sich mal in die Nesseln... ;-)
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